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Ausgabe 591 vom 06.03.2026

Polizei: Kriminalstatistik 2025 vorgestellt

Gut 40.000 Straftaten weniger als im Vorjahr, Rückgang von Einbruch, Diebstahl, Gewalttaten sowie der Kinder- und Jugendkriminalität, aber mehr Sexualstraftaten und Tötungsdelikte – das ist die Bilanz der Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) 2025 in Nordrhein-Westfalen. Insgesamt ist unser Bundesland etwas sicherer geworden und die Einstellung von 3.000 neuen Kommissaranwärterinnen und -anwärtern im Jahr zeigt Wirkung. Der Rückgang der Straftaten beträgt drei Prozent, die Aufklärungsquote liegt bei 53,7 Prozent.

Weiterhin bleibt jedoch die Messerkriminalität trotz eines leichten Rückgangs ein Dauerthema. Im Jahr 2025 kam in fast 7.200 Fällen ein Messer als Tatmittel zum Einsatz (- 1,5 %). Jede Tat ist eine zu viel und Messer gehören nicht in die Hosentasche. Einen Rückgang gab es auch bei Wohnungseinbrüchen, erstmals wieder seit 2021. Die Zahl der Fälle sank auf rund 27.500, das ist etwa halb so viel wie 2016 (mehr als 52.000 Fälle).

Besorgniserregend, aber auch erklärbar sind die gestiegenen Fallzahlen bei Sexualdelikten (+5,2 %), dem sexuellen Missbrauch von Kindern (+ 2,7 %) und Kinderpornografie (9 %). Zum einen wird mehr angezeigt und weniger verschwiegen als früher, zum anderen wurde vor allem im Kampf gegen Kindesmissbrauch in den vergangenen Jahren viel gemacht: Es gibt deutlich mehr Ermittler und bessere Möglichkeiten im digitalen Raum – Stichwort KI. Dadurch werden mehr Fälle überhaupt erst bekannt. Positiv ist die Aufklärungsquote von rund 83 Prozent.

Die gesetzliche Neuregelung für Cannabiskonsum vom Frühjahr 2024 macht sich im Bereich der Rauschgiftkriminalität bemerkbar. Hier gab es 2025 ein Minus von 28 %. Leider sind aber die Fälle bei Kokain und Crack gestiegen (+ 17 %). Rückläufige Zahlen gibt es im Bereich Cybercrime (- 6 %). Die Straftaten mit dem Tatmittel Internet bleiben dagegen so gut wie unverändert.

Die Statistik zeigt: Vieles ist u.a. dank der Verstärkung und der Arbeit der Polizei auf einem guten Weg, aber es gibt auch weiterhin viele Baustellen, die wir konsequent anpacken werden. Näheres zur PKS lesen Sie in der Pressemitteilung des Innenministeriums, der auch das Handout mit den wichtigsten Grafiken und Tabellen anhängt.

Beschluss: Rüstungsindustrie stärken – zu unserer Sicherheit

Beim CDU-Bundesparteitag in Stuttgart haben wir beschlossen, die Verteidigungsindustrie – ich nenne es bewusst so – in Deutschland zu stärken. Das ist wichtig für unsere eigene Sicherheit und für die Zusammenarbeit in Europa und in der NATO. Wir sprechen uns auch für eine Abschaffung der Zivilklausel an den Universitäten aus, denn wir brauchen wissenschaftliche Kooperationen, um im eigenen Land Spitzentechnologie im herstellen zu können, die unsere Bundeswehr benötigt. Sehen Sie dazu meine Stellungnahme im Video der CDU-Landtagsfraktion NRW auf Instagram. Den Antrag finden Sie in der Liste der angenommenen Sach- und Initiativanträge auf S. 65 (M05).

Landtag: Jetzt wieder für den Girls‘ and Boys‘ Day bewerben

Am Freitag, 24. April, ist es wieder so weit: Dann findet der Girls’ and Boys’ Day im Landtag von Nordrhein-Westfalen statt. Schülerinnen und Schüler der Jahrgänge 7 bis 13 können an diesem Tag spannende Einblicke in die Arbeit des Landtags erhalten und sich dann in der Bürgerhalle über Berufe und Studienfächer informieren, die für Mädchen oder Jungen noch immer eher untypisch sind. Das ist eine tolle Gelegenheit, neue Perspektiven zu entdecken und eigene Talente auszuprobieren. An den Ständen auf dem „Markt der Möglichkeiten“ werden unter anderem technische, handwerkliche und naturwissenschaftliche Berufe vorgestellt, aber ebenso Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten innerhalb und rund um den parlamentarischen Betrieb.

Der Girls’ and Boys’ Day im Landtag findet von 10:30 bis 14:30 statt. Ich würde mich freuen, wenn wieder zahlreiche Schülerinnen und Schüler aus meinem Wahlkreis dabei sind. Wer aus Erftstadt, Brühl, Wesseling sowie Kerpen-Türnich, -Brüggen und -Balkhausen teilnehmen möchte, kann sich bis Montag, 16. März 2026, per E-Mail an mich wenden: Gregor.Golland@landtag.nrw.de. Weitere Informationen gibt es hier.

CDU-Fraktion: Austausch über Olympia-Bewerbung

Nicht mehr lange, dann starten in NRW die Bürgerentscheide für eine Olympia-Bewerbung unseres Bundeslandes. Das Besondere am Konzept der Region „KölnRheinRuhr“: Kurze Wege, nachhaltige Planung, erschwingliche Tickets für ein Millionenpublikum und: Eine einmalige Gelegenheit für die Bürgerinnen und Bürger, zu entscheiden. In rund zwei Wochen beginnt die vierwöchige Befragung, die am 19. April endet. Das gibt es in keiner anderen deutschen Bewerberregion. Wir wünschen uns, dass viele sportbegeisterte Menschen abstimmen und die Bewerbung Nordrhein-Westfalens unterstützen.

Im Vorfeld hatte die CDU-Landtagsfraktion zu einem Werkstattgespräch ins Kölner Rhein-Energie-Stadion eingeladen, um zentrale Fragen zu diskutieren: Wie kann die Gesellschaft von diesem sportlichen Großereignis profitieren? Wie schafft man die besten Rahmenbedingungen für die Athletinnen und Athleten? Welche Rolle spielen modernste Technologie und verlässliche Förderstrukturen? Vor rund 130 Gästen tauschten sich die Gastgeber aus mit Sonja Greinacher, Olympiasiegerin mit der deutschen 3×3-Basketballnationalmannschaft der Damen, den paralympischen Bahnradfahrern Lucas Liß und Thomas Ulbricht, Timo Wess, Doppel-Olympiasieger im Hockey, Torsten Burmester, Oberbürgermeister der Stadt Köln und Andreas Hahn, Regierungsdirektor und Dezernatsleiter Spitzensport der Bundeswehr.

Es war eine gute Diskussion, die zeigt, dass die Aussicht auf Olympische und Paralympische Spiele in Deutschland viel Begeisterung und Zusammenhalt auslöst. Olympia ist die größte Bühne für den größten Moment. Ich wünsche mir, dass die Menschen in Nordrhein-Westfalen genauso begeistert sind wie die Sportlerinnen und Sportler auf der Bühne des Werkstattgespräches.  Dann können wir es gemeinsam schaffen, Olympische Spiele nach Nordrhein-Westfalen zu holen. Mehr erfahren Sie in der Pressemitteilung der CDU-Landtagsfraktion NRW.

Umweltschecks: Neue Förderrunde hat begonnen

Die neue Förderrunde der Umweltschecks in Nordrhein-Westfalen ist gestartet. Erneut werden bis zu 1.000 Projekte im Natur- und Artenschutz mit je 2.000 Euro gefördert. Mit diesem unbürokratischen Förderangebot unterstützt das Land konkrete Maßnahmen, die direkt zur Verbesserung der Natur- und Artenvielfalt vor Ort beitragen oder Menschen für lokalen und regionalen Naturschutz begeistern. Im Rhein-Erft-Kreis gibt es zahlreiche engagierte Vereine, Initiativen und Einzelpersonen, die sich leidenschaftlich für unsere Lebensräume einsetzen. Mit den Umweltschecks schaffen wir eine Möglichkeit, diese Ideen gezielt finanziell zu stärken und sichtbar zu machen. Ich rufe daher wieder alle Interessierten dazu auf, eigene Projektideen einzureichen, sei es das Anlegen von öffentlichen Blühflächen, Schutzaktionen für bedrohte Tierarten oder Naturerlebnistage für Kinder und Jugendliche. Die Antragsfrist für dieses Jahr ist voraussichtlich der 30. September 2026. Vollständige Anträge werden in der Reihenfolge des Eingangs bearbeitet. Die Vorhaben müssen bis zum Ende des Jahres abgeschlossen sein. Details zur Antragstellung finden Sie auf meiner Webseite sowie bei den Informationen des NRW-Umweltministeriums.

Fotos: CDU-Landtagsfraktion NRW / Ralph Sondermann